Im Jahr 2019 freuen wir uns, auf der diesjährigen WiWein, hessische Landeswein- und Sektprämierung, Weine aus historischen Rebsorten zur Verkostung präsentieren zu können.

 

Was sind denn eigentlich historische Rebsorten? Hier ein erster Überblick.

Unter historischen Rebsorten verstehen wir Rebsorten, deren Anbau bevorzugt im Rheingau vor dem Jahre 1900 dokumentiert ist. Wir berufen uns dabei auf die Quellen Vorster 1765 (1), Bronner 1836 (2) und Heckler 1858 (3) und kommen folglich zur Liste der historischen Rebsorten im Rheingau:

(Riesling)
Orleans
Elbling (Kleinberger)
Lamberttraube (Hammelschwanz)
Ruländer
Traminer
Silvaner (Oestreicher)
Veltliner (Feldliner)
Muskateller
Ortlieber
Gutedel
Räuschling (Reischling)
Heunisch
Blauer Frühburgunder
Blauer Spätburgunder
Blauer Trollinger

 

Gemeinhin kann von noch mehr historischen Rebsorten ausgegangen werden:

I. Sonstige historische weiße Rebsorten
1. Auxerrois
2. Blauer Silvaner
3. Früher Roter Malvasier
4. Gelber Muskateller
5. Gelber Orleans
6. Gelber Ortlieber
7. Grüner Silvaner
8. Grüner Veltliner
9. Lamberttraube
10. Roter Elbling
11. Roter Gutedel
12. Roter Räuschling
13. Roter Riesling
14. Roter Traminer/ Gewürztraminer
15. Roter Muskateller
16. Roter Veltliner
17. Savagnin Blanc/ Weißer Traminer
18. Weißer Elbling
19. Weißer Gutedel
20. Weißer Heunisch
21. Weißer Räuschling

 

II. Sonstige historische rote Rebsorten
1. Blauer Affenthaler
2. Blauer Elbling
3. Blauer Gelbhölzer
4. Blauer Limberger
5. Blauer Portugieser
6. Färbertraube
7. Müllerrebe
8. Muskat Trollinger
9. Primitivo
10. Saint Laurent
11. Tauberschwarz

 

Das Foto der Rebsorte Gelber Orleans haben wir von der Website unseres Förderers https://www.weingut-schoenleber.de/startseite/aktuelles-vom-15-oktober-19-weinberge-und-keller/

Vielen Dank dafür.

„… Weine, die in der folgenden Liste aufgeführt sind, müssen zumindest anteilig aus Rebsorten erzeugt sein, die historisch und/oder autochthon und selten sind. Was heißt das konkret?

„Historisch“ definiere ich hier als „schon vor dem Beginn der Reblauskatastrophe 1878 in Deutschland angebaut“. Es gibt keine botanische oder amtliche Definition für „selten“. …“

schreibt Thomas Riedl, Swisttal, eines der Gründungsmitglieder der Bonner Weinrunde, in seinem Werk „Deutsche Weine aus seltenen historischen Rebsorten und ihre Erzeuger“. Wer sich das Thema „historische Rebsorten“ länger auf der Zunge zergehen lassen will, dem sind die 281 Seiten ans Herz gelegt.

Wir danken Herrn Riedl für die Bereitstellung des Dokuments.